Ladungssicherung auf der Strasse

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Fahrzeugtransport

- PKW -

Beginnen wir mit dem PKW Transport. PKW werden sicherlich am meisten auf den Straßen transportiert.

Das hat zum einen in der Ursache, dass mehr PKW auf einen Transporter passen, als LKW, zum anderen natürlich aber, dass wesentlich mehr PKW als LKW verkauft werden.

Wenn man täglich auf der Autobahn ist, sieht man in der Kontrolle, dass vieles nicht aus Deutschland kommt, was als deutsches Auto verkauft wird.

Gebrauchte PKW werden gerade von osteuropäischen Firmen oft auf Sprintern mit Anhängern geholt und sind sehr häufig überladen.

Bild folgt

Die nächste Transportergröße sind die 7,49-Tonner mit Anhänger (von  3,5 t bis 5 t.

Ziel dieser Größenordnung ist das Einsparen der Maut. Hier muss be- rücksichtigt werden, dass LKW und (Starrdeichsel-) Anhänger durchaus etwas mehr haben können, als ein zGM von 11.990 kg, weil ja die Stütz- last noch abgezogen werden muss (etwa 700 kg bis zu 1.000 kg - die Werte sind leider bei ausländischen Fahrzeugscheinen oft nicht enthalten).

GST-Auto-PKW-03-01

Hier handelt es sich um ein neueres Modell. Eine Überladung findet immer mal wieder statt - ein anderes Phänomen hat aber auch um sich gegriffen: Die Ladeflächen - Länge. Der Mensch wird immer neugierig bleiben. Wie kann ich mit möglichst geringen Mitteln möglichst viel Leistung erbringen.

Solange es sich im gesetzlichen Rahmen bewegt, kann man das positive Forschung nennen.

Wenn aber die gesetzlichen Vorgaben umgangen werden, muss man eingreifen.

Was ist hier geschehen?

Schauen wir uns die Verbindung LKW - Starrdeichselanhänger mal aus der Nähe an:

GST-Auto-PKW-03-02

Links endet der LKW - rechts beginnt der Anhänger.

In der StVZO, § 32, Absatz 4 heißt es dazu (Länge):

bei Zügen, die aus einem Lastkraftwagen und einem Anhänger zur Güterbeförderung bestehen, ... 18,75 m (höchstzulässige Länge). Dabei dürfen die höchstzulässigen Teillängen folgende Maße nicht überschreiten:

a.

größter Abstand zwischen dem vordersten äußeren Punkt der Ladefläche hinter dem Führerhaus des Lastkraftwagens und dem hintersten äußeren Punkt der Ladefläche des Anhängers der Fahrzeugkombination, abzüglich des Abstands zwischen der hinteren Begrenzung des Kraftfahrzeugs und der vorderen Begrenzung des Anhängers 15,65 m und
 

Was bedeutet das?

Die Ladefläche des LKW und die Ladefläche des Anhängers zusammen dürfen nicht länger als 15,65 m sein (+ 2,35 m für das Führerhaus und   0,75 m Deichsel ergeben die erlaubte Gesamtlänge von 18,75 m).

b.

größter Abstand zwischen dem vordersten äußeren Punkt der Ladefläche hinter dem Führerhaus des Lastkraftwagens und dem hintersten äußeren Punkt der Ladefläche des Anhängers der Fahrzeugkombination 16,40 m.

Was bedeutet das?

Die gesamte Länge, beginnend mit der Ladefläche des LKW hinter dem Führerhaus bis zum Ende der Ladefläche des Anhängers dürfen nicht länger als 16,40 m sein (+ 2,35 m für das Führerhaus ergeben die erlaubte Gesamtlänge von 18,75 m).

Bei Fahrzeugen mit Aufbau - bei Lastkraftwagen jedoch ohne Führerhaus - gelten die Teillängen einschließlich Aufbau.

(7) Bei Fahrzeugkombinationen nach Art von Zügen zum Transport von Fahrzeugen gelten hinsichtlich der Länge die Vorschriften des Absatzes 4 Nummer 4, bei Sattelkraftfahrzeugen zum Transport von Fahrzeugen gelten die Vorschriften des Absatzes 4 Nummer 2.

Längenüberschreitungen durch Ladestützen zur zusätzlichen Sicherung und Stabilisierung des zulässigen Überhangs von Ladungen bleiben bei diesen Fahrzeugkombinationen und Sattelkraftfahrzeugen unberücksichtigt, sofern die Ladung auch über die Ladestützen hinausragt.

Was bedeutet das???

Ich möchte es mal vorsichtig so ausdrücken:

Die Automobil - Lobby hat einen sehr großen Einfluss geltend machen können.

Es wurde erreicht, dass (nur beim Transport von Fahrzeugen) die ausziehbaren Ladestützen plötzlich keine Fahrzeugteile mehr sind, sondern nur noch der Sicherung und Stabilisierung des Überhangs dienen.

Das bedeutet:

Es ist keine Ausnahmegenehmigung gem. § 70 StVZO erforderlich, wie auch keine Erlaubnis nach § 29 (3) StVO (die es ja sowieso nicht gäbe, weil es sich beim Fahrzeugtransport um teilbare Ladung handelt!).

Diesen Vorzug möchten auch sehr gerne Spediteure anderer Ladungen wahrnehmen - aber die Einflüsse sind wohl nur im Automobilbereich so groß.

Bei der Ermittlung der Teillängen bleiben Überfahrbrücken zwischen Lastkraftwagen und Anhänger in Fahrtstellung unberücksichtigt.

Und auch hier war der Einfluss bestimmter Gremien größer als bei Anderen:

Wenn die Überfahrbrücken (vom LKW zum Anhänger während des Transportes genutzt werden, zählen diese nicht zu den Teillängen dazu - das bedeutet aber auch, dass die Überfahrbrücken zurückklappbar sein müssen, wenn der Lastzug nicht beladen ist.

Holen wir uns das letzte Bild noch einmal vor:

GST-Auto-PKW-03-02

Ein Fachmann für Fahrzeugaufbauten des DEKRA sagte mir zu dieser Kombination:

Hier sind keine Überfahrbrücken vorhanden - hier handelt es sich um reine Ladeflächen.

Bei den Teillängen (max. 15,65 m) müsste sogar von einer ca. 20 cm langen Überlappung ausgegangen werden.

Meine Meinung zu dieser Kombination:

Sie entspricht nicht dem Absatz 4 (Teillängen) des § 32 StVZO.

Diese Züge sind nicht zulässig (wenn die Teillängen nicht eingehalten werden)!

Und dann komme ich zum letzten Unterkapitel PKW:

Der Transport auf den “großen” Lastzügen.

GST-Auto-PKW-04-01

Was haben die beiden Bilder gemein? Beide LKW transportieren 5 PKW und auf den Anhängern stehen 4 bzw. 5 PKW.

Nur hat der obere LKW 2 Achsen, der untere aber drei Achsen.

Bei 2 Achsen kann es schon schnell zu Überladungen kommen. Die LKW wiegen leer etwa 11.500 kg bis 13.500 kg.

GST-Auto-PKW-06-02

Was die beiden Züge noch gemeinsam haben, sieht man auf den ersten Blick noch nicht - wohl aber, wenn die nächsten beiden Bilder folgen:

GST-Auto-PKW-04-02

Beide Lastzüge sind länger als erlaubt. Grundsätzlich sind sie 18,75 m lang. Wenn dann, wie auf beiden Bildern zu sehen, die Deichsel ausgezogen und damit die Fahrzeuglänge von 18,75 m überschritten wird, ist der Transport nicht mehr genehmigungsfähig.

GST-Auto-PKW-06-04

Zusätzlich gibt es oftmals Probleme mit der Höhe. Auch die Automobil- Branche konnte noch nicht dafür sorgen, dass die Höhe von 4,00 m bei teilbarer Ladung überschritten werden darf.

Der Überhang darf nach vorn 50 cm betragen und nach hinten 1,50 m.

Es gibt auf Antrag eine Ausnahmegenehmigung, dass die Ladung nach hinten 2 m ragen darf, wenn nach vorn keine Überhang

- möglich ist, oder

- nicht wahrgenommen werden kann, weil sonst die erlaubte Höhe von 4 m überschritten wird.

Grund für diese Möglichkeit:

Bereits 2008 hatte das BMVBS erklärt, eine entsprechende Ausnahme- verordnung vorzubereiten.

Dies ist aber noch nicht geschehen.

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