Ladungssicherung auf der Strasse

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Absetzmulden - 2

In diesem Fall kam es durch mangelhafte Ladungssicherung zum Schaden:

LM-Mulde-02-07

An dieser Einmündung geschah es:

Der LKW fuhr links auf der durchgehenden Straße - er kam gerade aus dem Kreisel.

Nach Angaben des Fahrers nahm ihm ein PKW-Fahrer die Vorfahrt und er machte eine Vollbremsung, um einen Unfall zu vermeiden - der PKW kam etwa wie der blaue VW von rechts.

LM-Mulde-02-01

Dieses Bild wurde nicht an der Unfallstelle aufgenommen. Man sieht von oben die Absetzmulde. Auf der linken Seite kann man erkennen, dass das Sicherungsgitter gegen das Führerhaus gedrückt worden war.

Hierbei ist die linke Ecke durch die Scheibe geschlagen

LM-Mulde-02-06

Ein Blick von innen:

Der Fahrer kam wahrscheinlich mit einer HWS - Verletzung davon.

Er hatte großes Glück!

Aber wie konnte das passieren?

Es kam nicht zu einem Zusammenstoß - es gab nur eine Vollbremsung.

Wenden wir uns der Ladungssicherung zu:

LM-Mulde-02-03

Diese Absetzmulde sollte an den vorderen Anschlägen gestanden haben - tat sie das?

Selbst wenn - die Mulde steht auf Kufen und ist mit der vorderen Kante so hoch, dass die letzten 2 cm der Anschläge höchstens noch wie eine Schanze wirken, wenn die Mulde (z. B. durch eine plötzliche Vollbremsung nach vorn rutscht.

Diese Anschläge sind nicht geeignet, den Formschluss nach vorn für diese Mulde zu gewährleisten.

Kommen wir weiter zur Betrachtung der Seite:

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Die seitlichen Anschläge lassen sich nicht verstellen. Die Mulde hat etwa 10 cm Luft zum Anschlag, wie man hier auf der linken Seite sehen kann.

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Auf der rechten Seite sieht es ebenso aus.

Die Mulde hatte also weder Formschluss zur Seite, noch Formschluss nach vorn.

Ca. 7.000 kg Ladung konnten also durch die Vollbremsung nach vorne rutschen -

gerade das aber soll die Ladungssicherung verhindern.

Wir können hieraus sehr gut erkennen, dass es nicht der großen Geschwindigkeiten der Autobahn bedarf, die Ladung auf Wanderschaft zu schicken.

Ladungssicherung ist auch auf kurzen Wegen und bei niedrigen Geschwindigkeiten wichtig!

LM-Mulde-02-02

Bei dem Unfall handelt es sich um einen Fluchtunfall.

Aber, wenn man es genau betrachtet:

Wäre die Ladung ausreichend gesichert gewesen, wäre es nicht zu einem Unfall gekommen - lediglich zur einer Vorfahrtsverletzung (die natürlich ebenso zu verurteilen ist).

Der Fahrer wurde verletzt, nicht jedoch durch einen Unfall mit einem anderen, sondern, weil die Ladungssicherung schlecht war.

Nun bekommt er eine Anzeige wegen mangelhafter Ladungssicherung - parallel der Halter, weil er einen LKW für Absetzbehälter eingesetzt hat, der so nicht in der Lage war, diese 20 Jahre alte Mulde zu sichern.

Den seitlichen Formschluss hätte man noch mit Kanthölzern herstellen können, die zwischen Mulde und Anschlägen gelegt werden.

Sicherung nach vorn käme höchsten mit Hilfe von Zurrgurten oder Ketten zustande, dann müssten aber auch Zurrpunkte vorhanden sein, in die die Zurrmittel eingehängt werden können.

Die Sicherung nach hinten, z. B. durch einen gestreckten Kettenstrang, konnte nicht überprüft werden - war für diesen Schaden aber auch nicht von Bedeutung.

So war der LKW für diese Mulde ungeeignet.

Der Unfall geschah am 31.10.2014

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